Was macht ein Bauwerk zum Denkmal? Welche besonderen Eigenschaften sorgen für seine Attraktion? Diese und weitere Fragen werden am Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 10. September in den Fokus gerückt. "Talent Monument" lautet das diesjährige Motto der deutschlandweit größten Kulturveranstaltung, zu der die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an jedem zweiten Septembersonntag aufruft.
Die Besuchenden haben am Denkmalstag die Gelegenheit, bei freiem Eintritt die denkmalgerecht sanierten Räume, zu erkunden und auf sich wirken zu lassen. Denn nur so ist erlebbar, wie die wechselseitige Verbindung von Innen- und Außenraum gemeint ist und wie Licht, Luft und Sonne das Gebäude wirkungsvoll durchdringen.
Der Gebäudekomplex, bestehend aus Schulgebäude und Lehrerhäusern, trägt seit 2017 den UNESCO-Welterbe-Titel und ist Teil des seriellen Welterbes "Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau". Von der innovativen Kunst- und Architekturschule Bauhaus in Dessau unter dem Direktor Hannes Meyer und dem Architekten Hans Wittwer stammen Entwurf und Ausführung für den Bau, der in erstaunlich kurzer Zeit von zwei Jahren von 1928 bis 1930 umgesetzt wurde.
Die verschiedenen Gebäudeteile mit ihren entsprechenden Funktionen sind locker auf einem z-förmigen Grundriss miteinander mittels eines Glasgangs verbunden und schmiegen sich in gestaffelter Anordnung der gewellten Landschaft an. Um den Baukörper komplett zu erfassen, lohnt es sich, ihn innen und außen abzuwandern.