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Das Besucherzentrum Bernau ist jetzt Stempelstelle auf dem Jakobsweg

Wer das blau-gelbe Symbol einer stilisierten Muschel am Wegesrand entdeckt, befindet sich auf einem der über 30 Jakobswege in Deutschland, Pilgerwege, die nach Santiago de Compostela ins nordspanische Galizien führen. Eine dieser Routen verläuft auf der ehemaligen via imperii von Stettin/Szczecin nach Berlin – über Bernau. Hier empfiehlt sich ein kleiner Umweg in den Ortsteil Waldfrieden, zur ehemaligen Bundesschule des ADGB und dem dortigen Besucherzentrum des UNESCO-Welterbes Bauhaus, wo sich Wallfahrende und Wandernde ab sofort ihre Zwischenstation mit einem Stempel in ihren Pilgerpass bestätigen lassen können.

Der Eintrag in Form des stilisierten Muschelsymbols ist ein wichtiger Nachweis auf der Pilgerroute, um in den ausgewiesenen Herbergen entlang des Weges übernachten zu dürfen. Eine vorgeschriebene Anzahl an Stempel-Einträgen, die an Unterkünften, Tourist-Infos, und Kulturstätten erhältlich sind, berechtigt schließlich dazu, am Zielort die Compostela-Urkunde für die gesamte vollendete Strecke ausgestellt zu bekommen.

Die ehemalige ADGB-Bundesschule in Bernau zählt zu den bedeutendsten „Bauhaus-Pilgerstätten“ in Deutschland. Das neugebaute Besucherzentrum – ein Pavillonbau aus Glas und Beton – ist die erste Anlaufstelle zum Kennenlernen und Umwandern des umfangreichen Gebäudekomplexes. Nicht nur das. Zur Stärkung werden hier Getränke und kleine Snacks für eine willkommene Pause oder für Eilige auch als To-go-Variante angeboten. Ein lohnender Zwischenstopp an diesem abgeschiedenen und geschichtsträchtigen Ort, bevor der Jakobsweg Richtung Berlin fortgesetzt wird. Wer noch Platz im Wanderrucksack findet, kann sich im gut sortierten Museumsshop mit ausgewählter Bauhaus-Literatur und -Accessoires ausstatten.